Олимпиада по немецкому языку 8–10 классы — пригласительный этап ВсОШ 2023/2024: задания и ответы
Официальный комплект пригласительного этапа Всероссийской олимпиады школьников по немецкому языку для 8–10 классов (2023/2024 учебный год). Задания и решения с критериями оценивания — скачайте PDF или прорешайте онлайн по тексту ниже.
Ответы и решения — показать
Официальные ответы и критерии оценивания жюри. Сначала решите задания самостоятельно.
Решения
ВСЕРОССИЙСКАЯ ОЛИМПИАДА ШКОЛЬНИКОВ Пригласительный этап 2023 г. Немецкий язык. 8-10 классы Критерии оценивания. № задания Лексико-грам. задание Задание 1
Тип задания
Критерии
Краткий ответ
За каждый верный ответ – 1 балл Всего -20 баллов
Аудирование Задания 1-7
Выбор одного ответа
За каждый верный ответ – 1 балл Всего - 7 балов
Задания 8–15
Выбор одного ответа
За каждый верный ответ – 1 балл Всего - 8 баллов
Чтение Задание 1
Выбор одного ответа
За каждый верный ответ – 1 балл Всего - 12 баллов
Задание 2
Установить соответствие
За каждую верную пару – 1 балл. Всего - 8 баллов
Всего: 55 баллов
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Решения — текст
Всероссийская олимпиада школьников по немецкому языку 2023 г. Пригласительный этап. 8–10 классы.
Текст для аудирования Hinter Glasscheiben und Gittern: Tierhaltung in Zoos Zoos und Tierparks sind beliebte Ausflugsziele. Aber die Haltung von Wildtieren in solchen Anlagen ist auch umstritten. Wie artgerecht sind Zoos und Tierparks in Deutschland? Und welche Vor- und Nachteile haben sie – beispielsweise für den Artenschutz? In Deutschland gibt es rund 700 Zoos – dazu zählen neben klassischen Zoologischen Gärten auch Aquarien, Vogelparks, Wildgehege und Reptilienhäuser. Millionen Menschen in Deutschland besuchen jährlich diese Einrichtungen. Aber was genau ist eigentlich ein Zoo? Die EU-Zoorichtlinie bezeichnet alle dauerhaften Einrichtungen, die mindestens sieben Tage im Jahr einige lebende Wildtiere zur Schau stellen, als einen Zoo. Darunter finden sich oft auch exotische Tiere. Der Begriff Tierpark meint hingegen meist, dass es sich um eine kleinere Anlage handelt, in der vor allem in unseren Breiten heimische Tiere leben. In sogenannten Wildparks werden grundsätzlich nur in der jeweiligen Region heimische Tiere gehalten. Besonders verlockend sind Zoos für viele Besucher, weil dort auch Tiere zur Schau stehen, die es in der freien Wildbahn in Deutschland nicht gibt. Deutsche Zoos setzen dabei vor allem auf beliebte Exoten – die zum Beispiel häufig in Kinderbüchern oder in Filmen vorkommen, wie Löwen, Giraffen und Elefanten. Die Besucher können die Tiere aus der Nähe betrachten und manchmal sogar füttern. Schon lange sind Zoos aber nicht nur zur Erholung und Unterhaltung gedacht: Sie dienen heute auch der Bildung, um den Besuchern die Probleme des Arten- und Naturschutzes nahe zu bringen. Gerade die Kleinsten sollen ein Gefühl für die Vielfalt der Tierwelt und die Lebensweise der Tiere bekommen, die sie sonst meist nur aus Filmen kennen. Tierpfleger erklären etwa am Beispiel von Pinguinen und Delfinen den Besuchern die Bedeutung von sauberem Meerwasser. Vor jedem Gehege zeigen zudem Informationstafeln, woher die Tiere ursprünglich kommen und wie sie leben. Und wer die Tiere live sieht, setzt sich Schätzungen zufolge auch eher für sie und das Bestehen ihrer natürlichen Lebensräume ein. Nach Angaben vieler Zoobetreiber nützen Zoos gerade vom Aussterben bedrohten Tierarten: „Zoos leisten einen erheblichen Beitrag zum Artenschutz – und der wird leider immer notwendiger“, erklärt Dag Encke vom Nürnberger Tiergarten. „Naturschutzorganisationen kümmern sich nicht mehr um einzelne Tierarten, sondern um ökologische Hotspots, an denen es noch die höchste Artenvielfalt gibt. Zoos sind die letzten Organisationen, die eingreifen, wenn zum Beispiel eine kleine graue Papageienart auszusterben droht, die außerhalb dieser Hotspots vorkommt.“ Durch Haltung und Zucht solcher bedrohten Tierarten in Zoos könne man, so erklärt Encke, immer wieder Arten vor dem Aussterben schützen, indem man sie in Gehegen schützt und später wieder in die Wildnis entlässt. Zum Beispiel zählte das Goldene Löwenäffchen vor einigen Jahren zu den auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Verschiedene Zoos züchteten die kleinen Krallenaffen nach, und konnten sogar schon mehr als 1.000 Exemplare auswildern. „Natürlich können wir nicht alle Tiere 1
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auswildern“, erklärt der Experte. „Eisbären zum Beispiel sind ja nicht bedroht, weil sie gejagt werden, sondern weil sie verhungern. Da brauchen wir nicht über eine Auswilderung zu diskutieren, die würde nichts bringen.“ Da die Aufzucht einzelner bedrohter Wildtierarten allein das globale Artensterben nicht aufhalten kann, engagieren sich Zoos zunehmend auch im Schutz der Natur außerhalb ihres Geländes. Es geht dabei um die Erhaltung der Lebensräume der Tiere. Auswilderungsprogramme, internationale Naturschutzprogramme und die Wildhüter in den Heimatländern der Tiere werden deshalb von vielen großen Zoos unterstützt. Dieses Engagement für den Artenschutz wirkt zwar sehr positiv, doch Studien belegen, dass der weitaus größte Anteil aller Tiere in unseren Zoos keine gefährdeten Arten sind. So werden nur 20 bis 25 Prozent aller weltweit bedrohten Säugetiere in Zoos gehalten – bei Reptilien sind es sogar nur drei Prozent. Darüber hinaus kritisieren Tierschützer, dass Zoos ethisch gesehen fragwürdig seien. „Für uns sind Zoos nichts anderes als Gefängnisse“, sagt Peter Höffken von der Tierrechtsorganisation PETA.